Archiv für November 2007

26
Nov
07

Eat it * – Neulich in den Staaten

Ich weiß gar nicht ob Ihr es wusstet, aber ich war letztens wieder urlaubstechnisch über den großen Teich geschwappt. Tutto Completto – die ganze Familie für über 3 Wochen New-England. Das ist übrigens der Bereich wo als erstes die Ur-einwohner von den Neuankömmlingen über den Tisch gezogen wurden. Wir Europäer brauchen halt Platz. Natürlich bereist der gemeine Tourist diesen Bereich in erste Linie zu einer Jahreszeit die sich „Indian Summer“ nennt. Ein Ausdruck übrigens, den die Amerikaner gar nicht für die bunte Laubfärbung im Herbst verwenden. Das ist halt wieder Europäisch um unsere Bewunderung für die Schönheit dieser Gegend auszudrücken in der die Indianer, oder besser „Native Americans“ so lebten – jedenfalls bevor die Europäer kamen.
Da wir eingefleischte US-Besucher sind, kannten wir die natürlichen Ressourcen die uns ein Überleben in dieser Fremde sicherstellen sollten. Wir haben da so unsere geheimen Tricks und Stellen. Überlebenswichtiges Wissen, das so notwendig ist, wie z.B. die Lage einer Oase bei einer Wüstendurchquerung zu kennen. Der Plan: Frühstücken bei Dennys oder IHOP. Einen lecker Burger zum Mittag : Jack in the Box und zum Diner ins Outback (Steakhouse) usw. Die Vorfreude war groß und was soll ich sagen : Pustekuchen. Nichts von alledem vorhanden. Dunkin’Donuts an jeder Straßenecke und natürlich das allgegenwärtige M, aber keine unserer bevorzugten Nahrungsaufnahmestationen weit und breit . Was ist passiert ? Wo sind unsere Oasen der Ruhe und Völlerei. Ausgewiesen, weggebeamt, zusammen mit den Indianern ausgerottet ? Fragen über Fragen!
Ein weiteres Rätsel übrigens welches wir bis heute nicht aufklären konnten ist Folgendes : Ist es bekannt was den Amerikaner von uns Europäern maßgeblich unterscheidet? Es ist die Art mit Messer und Gabel zu essen. Wenn Europäer zu Tisch sitzen, werden zunächst diese beiden Hilfsmittel gerecht in die zur Verfügung stehenden Hände verteilt und zumeist erst wieder losgelassen wenn der Nahrungsaufnahme-Prozess für beendet erklärt wurde. Zwischendurch wird von der bereitgestellten Nahrung immer ein Stückchen abgeteilt, mit dem umliegenden Füllmaterial angereichert (getunkt, getürmt, etc) und danach in den Mund gesteckt. Und wieder Schneiden, Schieben, Kauen, Schneiden, Schieben, …. etc. Wie gesagt ohne die beiden Werkzeuge für längere Zeit aus der Hand zu legen. Nun, der Amerikaner kennt in erste Linie die Gabel und nur die Gabel. Das Messer wird lediglich als notwendiges Übel zum Zerlegen von z.B. widerspenstigen Grillgut angesehen. Üblicherweise werden auch zunächst Gabel und Messer in die Hand genommen, aber es wird sofort alles Schneidbare in kleine Stückchen zerlegt, um danach panikartig das Messer wieder aus der Hand zu legen. Jetzt erst beginnt die eigentliche Nahrungsaufnahme und zwar ausschließlich unter Zuhilfenahme der Gabel. Das sieht schon ungewöhnlich aus und etwas – ja, wie soll ich sagen – Es erinnert mich an eine Fernsehsendung aus den frühen 80ern. Ich glaube die hieß „Unser Walter“. .. Und noch obskurer wird das Ganze dann, wenn einmal die Entscheidung gereift ist dass bei einer Speise gänzlich auf andere Hilfsmittel als die Gabel verzichtet werden kann. In diesem Falle wird nämlich nur noch gestochert, gehebelt und gedrückt, so das der Tellerinhalt relativ schnell aussieht wie Bagdad nach einem Sonntag mit Bombenstimmung. Woran liegt das ? Sind das Ur-Instinkte die durchbrechen und wir Europäer sind nur zu technikgläubig um sich diesen uralten Riten zu unterwerfen ? Oder braucht der Amerikaner permanent eine freie Hand um den Colt ziehen zu können und um damit irgend einen Schurken-Staat in Schach zu halten ? Fragen über Fragen!
Ich glaube ich werde zukünftig in weniger komplizierte Länder reisen. Zum Beispiel den Iran oder mal in die Türkei.

*Weird Al Yankovic

22
Nov
07

Ohne England fahr’n wir zur EM – Die Welt steht Kopf

Jetzt ist es soweit. Jetzt passiert in der Welt des Fußball das Gleiche wie beim Grand Prix D’Eurovision. Die alten Haudegen kriegen keinen Stich mehr. Das ging damals auch so los als nichts Vernünftiges mehr aus dem Mutterland der englisch gesungenen Songs kam. Die Qualität geht als Erstes flöten und um zu retten was zu retten ist müssen neue Regularien her, und damit reitet man sich dann noch mehr in die stinkigen Exkremente. Damals hatten die Altvorderen die Idee wir lassen einfach unser Volk abstimmen. Das hat die längste Erfahrung mit der Demokratie und wird uns schon wieder auf den Thron wuppen. – Pustekuchen. Demokratie = Wahlmüdigkeit => Keiner macht mit. Dafür machen die Ost- und Südosteuropäischen Länder ein paar Zellteilungen und aus einem Land werden Schwupp-Di-Wupp 20. Für diese so entstanden Staatsgebilde entsteht dann ein Stimmenpotential das sich umgekehrt exponential zur Bevölkerungsdichte entwickelt das dass „Alte Europa“ (Busch Zitat) nur so Staunen kann.
Und nun das Selbe beim Fußball. Erst wird so Grottig gekickt, das man ganz einfach rausfliegt und dann werden neue Regularien ausgeheckt die den völligen Ruin bedeuten werden. Ich nehme nicht an, dass demnächst die Entscheidung über den Gewinn der EM mittels Tele-Voting passiert (Mit den Entscheidungskriterien wer hat das schönste Trick-Kleid, die nackteste Tänzerin oder die lustigsten Masken) Ich glaub im Fußball weiß man schon zu lange, das nichts dabei herauskommen würde den gemeinen Fußballfan zu fragen, denn die besten Spieler und Trainer sitzen ja sowieso immer nur auf der Zuschauertribüne, zumindest wenn man die qualifizierten Kommentare im Publikum bewertet („Schieß doch du Pfeife, da würd ich ja lieber meine Omma aufstellen. Die dribbelt dich ja noch schwindelig, wenn sie ihren Gute Nacht Melissengeist intus hat!“). Das ist also nicht der Weg der Wahl. Aber wie kommt England wieder ins Spiel ? Vielleicht werden auch Siege außerhalb des Spielfeldes mit in die Wertung einbezogen. Man verbindet einfach 2 Volkssportarten miteinander und mach eine Wertung daraus (siehe Schach-Boxen : Kein Scherz, gibt es wirklich). Wie wäre Fußballspiel und zeitgleich ablaufende Houligan-Aktivitäten. Erfolge z.B. 5 zerbrochene Nasenbeine werden zu einem Tor hochgerechnet, allerdings sind selbst eingefangen Blessuren wieder abzuziehen. Die Engländer haben diesbezüglich ja schon einiges an Trainingseinheiten vorzuweisen und so eine reelle Chance wieder ganz oben mitzuspielen. Aber ich glaube die Italiener wären hier doch schon noch etwas im Vorteil bezüglich der zur Perfektion getriebenen Triathlon-Erfahrung (beleidigen, Prügeln, Waffeneinsatz). Wir sind gespannt.
Mal sehen wann für uns die Luft dünn wird.

21
Nov
07

Hmmmm…….

Ich glaube es wird doch Zeit das ich mich eine Besseren besinne. Jetzt hat sich seit geraumer Zeit nichts, aber auch gar nichts  auf dieser Seite getan und es kommen trotzdem noch im Schnitt 16 Besucher vorbei. Das lässt mich wirklich in dumpfes Grübeln verfallen.Ich glaube ich muß meine sieben Sinne doch noch einmal zusammenraffen und zumindest noch ein wenig dummes Zeug verzapfen ? 

Vielleicht kann ich ja hiermit punkten: Das hat mir schon mal einen Kasten Bier eingebracht – Nicht wahr Grobi.  Außerdem kann ich auf diesem Wege der lieben Haubentaucherin danken, die mich ebenfalls angespornt hat den Laden für’s erste wieder zu öffnen. Sie hat schließlich das Juwel zuerst aus der Klamottenkiste gekramt.

Here it comes: Dr.Mabuses schreckliche Geschöpfe:

  




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