Archiv für Dezember 2007

20
Dez
07

Der finale countdown zum globalen tinitus

Ich kann üben wie ich will. Diese Perfektion werde ich nie erreichen :-(

Angesichts dieses musikalischen Hörgenusses reizt es mich dem Geheimnis des Erfolges der Band auf den Grund zu gehen. Woran liegt es das uns diese Performance so fesselt ?

A) Die gewagte Bühnenshow

B) Der nuancierte und phrasierte Gesang

C) Der wuchtige Keyboardsound 

D) Das gottgleiche Gitarrensolo

E) Der, die oder das  rote Boxershort des Technikers der einem dringenden Bedüfnis folgt

F) Ein anderes dringendes Bedürfnis

Nur Mut. Unter den Einsendungen wird ein Backstage-Treffen mit den Künstlern verlost.

20
Dez
07

Das erste Jahr

Nur der Vollständigkeit halber habe ich noch einmal meine gestammelten Werke zum download angefügt.

rock-n-blog.doc

Außerdem habe ich mal wieder ein bischen am Layout gefummelt. 

18
Dez
07

Strangers in the night – Somewhere in Minden

Wir haben es wieder getan. Außerhalb der uns bekannten Kreise und damit in Welten die nie ein General Daniels zuvor betreten hat, haben wir uns erlaubt unsere Zelte aufzuschlagen, sprich die Bühne zu entern. Gösta der unbarmherzige Gig-Sammler kam vor ein paar Monaten und kündigte an : Wir spielen in Minden. Er habe in den Kalender geschaut und keiner hat dort seine Abwesenheit an dem Tag deklariert. Also hatte er nicht lange gefackelt und gebucht was die Leber hergab. Jetzt muss man wissen, das selbst Coverbands außerhalb ihrer gewohnten Dunstkreise nicht unbedingt automatisch dadurch bekannt sind, nur weil sie bekannte Songs spielen. Üblicherweise spielt man in fremden Ländern zunächst auf einem Festival, einem Stadtfest oder als Vorgruppe einer lokalen Band um erst einmal eine Visitenkarte abzugeben. Wenn das dann erfolgreich abgelaufen ist kann man sich auf der Basis einen eigenen Auftrittstermin organisieren um den Abend komplett allein zu gestalten – so wie daheim halt. Eigentlich macht man das so, eigentlich ….
Es fing prima an, wir brauchten nur Kleinkram einpacken und die Lokalitäten waren optimal. Der Bunker in Minden hat eine Bühne, eine fest installierte PA und Lichtanlage und der uns betreuende Techniker war nicht nur nett sondern auch kompetent. Der Soundcheck ging recht hurtig über die Bühne, so dass wir auch noch mal unsere Problemzonen durchspielen konnten (z.B. das chpaniche Lied) dann ging’s zum Essen fassen. Ab 21:00 Uhr war Einlass und ab 22:00 sollte das Konzert beginnen. Bis dahin war alles gut.
21:00 Niemand da; 21:30 Njet; 22:00 Nada; 22:15 der erste Besucher. Zu dem Zeitpunkt war ich schon der Meinung : „Lasst uns packen“ – Merkwürdigerweise war das Thekenpersonal überhaupt nicht beunruhigt : „ In Minden fängt Alles etwas später an!“ – Ja, ja, Durchhalteparolen. Ich verziehe mich zum Plattenteller und mache meinen Nebenjob als DJ – Irgendwie muss ich ja bei Laune bleiben. Gegen 22:30 sind zwar noch ein paar Gäste eingetrudelt, aber denen könnte man das Eintrittsgeld ja noch zurückgeben. Ich beginne erstmalig während eines Gigs auf dem PC einen ersten Text für den Blog zu schreiben – aus Langeweile sozusagen. Ich bin so vertieft mit Platten aussuchen und Schreiben, das ich völlig überrascht bin als Ralf kommt und sagt, so jetzt wollen wir anfangen. Hä ?!? Ein Scherz oder öffentlicher Übungsabend. In dem Augeblick bemerke ich, das in der Zwischenzeit doch einiges mehr an Gästen eingefallen ist. Gut es ist nicht gerade voll aber schon ganz ansehnlich und die Leute sind gut drauf. Die Musik aus der Konserve hat wohl schon Wirkung gezeigt und vornehmlich die weiblichen Gäste zeigen eindeutig ihre Bereitschaft sich bewegen zu wollen. Na gut mal sehen was geht. Wir beginnen und zu meinem allergrößten Erstaunen Minden ist sofort bei uns. Was selbst in heimischen Regionen in den seltensten Fällen passiert, nämlich das von der ersten Minute an mitgemacht wird, ist hier scheinbar Gesetz. Es geht so den gesamten ersten Set über und auch in der Pause als ich wieder den DJ gebe, sind die Gäste schier unersättlich. Ich werde mit Musikwünschen bombardiert, die die Musik-Genres sprengen. Von Metallica bis Justin Timberlake, von Faithless bis Seed reichen die Wünsche. Der Raum füllt sich im Übrigen stetig – Gut, das Haus wird nicht gerappelt voll, aber dennoch, es sind mehr als ich gegen 22:45 noch zu träumen wagte und alle extrem gut drauf. Wir mittlerweile auch und so geht es in den 2ten Set. In der Mitte ca., bei „Sunday, Bloody Sunday“ beginne ich zu schwächeln. Die hohen Passagen fallen mir schwer und jetzt weiß ich auch warum Gösta die ganze Zeit so seelig lächelt. Er hat eine Zigarette an – auf der Bühne. Jetzt erst fällt mir auf, das wir nicht mehr in Niedersachsen sind, sondern in NRW und hier gilt die Nichtraucherregelung erst ab 2008. Nun der noch legale Smog-Alarm fordert seinen Tribut an meine Stimme und ich muss ein bisschen runterschalten um durchzuhalten. Bis Ende des Sets ist das Rund direkt vor der Bühne stetig betanzt worden und nach Ende geben wir noch 2 Stücke Nachschlag und verabschieden uns mit der Gewissheit in Minden ein paar Freunde für unsere Art der Musik gewonnen zu haben. Die ganze Entwicklung hat uns so überrascht, das wir sogar versäumt haben uns umzuziehen. Also haben wir in den Klamotten vom Aufbau auf der Bühne gestanden und das kleine Schwarze blieb ungenutzt in der Plastiktüte – Wie das Leben so spielt.

PS: Wir sind ganz neidisch. Minden hat einen excellenten Event-fotograf der uns den Abend begleitet hat. Seine Fähigkeiten kann man unter http://www.foto-dieter.de/ bewundern.  Danke an den Künstler !!!!  

14
Dez
07

2 of a kind working in a full house – Nokia Night of the Proms 2007

Es war wieder soweit. Wenn man sich früher wehrlos der Tatsache ausgeliefert sah, das Weihnachten immer so plötzlich kommt – Natürlich mit den entsprechenden Nebenwirkungen wie Schweißperlen und Herzrasen, weil man am 23.12 gegen 22:55 bemerkt das man weder Geschenk, noch den Hauch einer Idee dafür hat – hat sich seit ein paar Jahren ein prima Weihnachts-Frühwarnsystem etabliert, das die Geschenke-Bedenke-Zeit bis zum Ultimo am 24.12 um mindestens 1 Woche verlängert und so selbst den unkreativsten Geschenke-Schenker eine komfortable Zeitspanne verschafft.
Wovon ich spreche ? Die „Nokia Night of the Proms“ kurz NOTP. Hierbei handelt es sich nicht um ein Treffen anonymer Handy-Süchtiger, sondern vielmehr um eine Konzertreihe die sich seit Jahren ständig wachsender Beliebtheit erfreut. Das Konzept: Pop meets Klassik. Das heißt Walzertanzende Hardrocker und Headbangernde Cellistinnen.
Am Donnerstag gegen 20:00 war es dann wieder soweit. Wir sind mittlerweile schon etliche Male dabei gewesen und waren gespannt was die Macher sich für diesen Abend erdacht hatten. Licht aus: Symphonieorchester an. Klassik zu Beginn. Ich weiß nicht wie das Stück hieß, ich nenne es Mal „das Stück bei dem die Instrumente von links nach rechts fliegen und dann anfangen zu brennen“. Der Sound war für die TUI Arena recht ordentlich und das Arrangement des Stückes (Wenn ich als normaler Klassik-Muffel das mal so beurteilen darf) war abwechslungsreich. „Das Stück bei dem die Instrumente von links nach rechts fliegen und dann anfangen zu brennen“ mit der begleitenden überdimensionalen Videoshow bei der Instrumente von links nach rechts fliegen und dann anfangen zu brennen, erinnerte mich ein bisschen daran wie Pink Floyd wohl mit klassischen Instrumenten klingen würden incl. Einer Videoshow bei der „Instrumente von links nach ….“. Danach kam ein weiteres Stück Klassik. Romeo und Juliett mit morbider Videoeinspielung. Ich gehe davon aus, dass das Stück ursprünglich nicht im Programm war und nur aufgenommen wurde um etwas Zeit zu überbrücken. Jetzt muss man wissen, das Ecki, ein Bekannter von uns, für den wir Karten besorgt hatten, in einem Mammut Stau auf der A2 steckte und erst verspätet eintraf. Ein feiner Zug von den NOTP Machern solange eine, wenn auch etwas langweilige Pausenmusik zu spielen, bis alle eingetroffen sind. Dann kam Ecki und das normale Programm konnte weitergehen. Für das nächste Stück kam noch der Chor dazu. Aus dem Boden erschien der vielköpfige Chor der mittels einer Hebebühne hinter dem Orchester hochgefahren wurde. Ich stelle mir den armen Mann vor der an seinem Riesen Drehrad ackert um den ganzen Haufen Singvolk nach oben zu befördern.
Nach den nunmehr drei klassischen Openern war es an der Zeit die ersten Gäste auf die Bühne zu bitten. Mit ein bisschen sakralem Chorgesang zusammen mit Orchester und Riesenchor kamen dann I Muvrini aus Korsika auf die Bühne. Die mir unbekannten Weltmusiker von der Napoleon-Insel schwenkten aber sogleich auf poppigere Klänge um und hatten mit ihrem 2ten Song, der einen Mitmurmel-Refain für das Publikum beinhaltete, gleich die ersten Stimmungspunkte geerntet. Locker flockig mit Dudelsack (bzw. einem Artverwandten Instrument) machten sie ihre Sache nicht schlecht, haben mich aber nicht von Hocker gehauen.
Nach einem unterhaltsamen Klassik-Medley kam dann Mr. NOTP himself auf die Bühne um das erste mal das Publikum richtig aufzumischen. John Miles brachte seine Interpretation des Santana Klassikers Smooth an den Mann. Excellent. Was soll man zu dem Typen sagen, der singt erste Sahne, gibt locker den Carlos auf der Gitarre und am Piano ist er eh eine Klasse für sich. Nebenbei ist er auch noch der „musical director“ der Electric Band der NOTP. Jedenfalls, der Saal steht – wir auch. Meine Frau bemerkt nebenbei, das wir, egal in welches Konzert wir gehen, bei uns sitzen immer die Spaßbremsen. Diesmal die Reihe direkt vor uns. Liegt das an uns oder sind wir nur so unverschämt das wir uns amüsieren wollen für das Geld was wir ausgegeben haben ?!? Fragen über Fragen. Kann natürlich auch sein, das sie auch nur die Schaufenster Dummys in der Reihe vergessen haben, die ja manchmal beim Ausleuchten der Halle oder bei der Kameraeinrichtung gebraucht werden.
Als Nächstes wird Gewalzert. Ein fester Bestandteil der NOTP. Selbst ein alter Rock und Roller wie meiner einer freut sich immer wieder an den Menschen die sich sobald die ersten Töne des Hm-tata, Hm-tata, Hm-tata erklingen, die Beine in die Hand nehmen und mit ihrem Partner die wenigen freien Stellen im Saal betanzen. Es ist schon erstaunlich wie einige Pärchen im Schlusssprung oder Flik-Flak die Absperrungen zum Innenraum überwinden um an die begehrten Bewegungs-Freiräume zu gelangen.
Zeit für einen weiteren Solo-Künstler. Zur NOTP gehört auch immer ein Musiker der ein klassisches Instrument präsentiert (wobei hier eine klassische Stimme auch als Instrument angesehen wird). Dieses Jahr ist es aber die Geige und der Mensch der sie bedient ist Roby Lakatos. Mit seiner lustigen Frisur, seinem drolligen Bart und der Zirkusdirektor-Montur sieht er ein bischen aus wie eine Mischung aus Stimmungs-Achim die Spreegurke und Bernie “Roncalli“Paul. Auf seinem Instrument aber vollzieht er wahrlich Erstaunliches. Die Videopräsentation in Großaufnahme seiner Greifhand bringt es an den Tag: der Flash lebt. Er kann sich zwar nicht mehr in Lichtgeschwindigkeit fortbewegen, aber seine Hände haben noch die alten Fähigkeiten. Das war schon blöd damals als es noch seine alte Geschwindigkeit hatte und noch als privater Postzusteller arbeiten konnte. Die Löhne in der Branche konnten damals nicht mit den explodierenden Kosten für Lebenshaltung mithalten und so musste er seinen Postdienst quittieren. Seitdem hat er seine Füße nicht mehr trainiert und langsam diese Fähigkeit verloren. Was wäre nur gewesen wenn es damals schon den Mindestlohn gegeben hätte ?!? Vielleicht wäre der Welt ein begnadeter Geiger entgangen. Dem ist aber nicht so und so geigt uns dieser Geiger auf der Bühne Einen wie es ein Rudi Ratlos in seinen besten Zeiten nicht vollbracht hätte. Seine Ungarische Herkunft niemals verleugnend spielt er sich zusammen mit dem Orchester durch einen Parkur klassischer Gassenhauer und reißt das Publikum zum zweiten Male an diesem Abend aus der Reserve.
Kennt jemand noch Soulsister – nein, das sind nicht die Nonnen die damals angeführt von Woops Goldberg dem Pabst einen Sister Act geben durften. Nein, nein, nein – völlig falsch.
Hierbei handelt es ich um ein belgisches und männliches (!!!) Duo das Anfang der 90er einige große Hits hatte – so wollte es uns jedenfalls der Moderator weißmachen. Also ich kenne nur einen Hit von denen. Licht aus und fette Gitarre an den Start. Erste Töne – den Hit kenn ich ich nicht. Unsere Freunde auch nicht !!! Egal, die Stimmung ist jedenfalls gut. Der Uptempo Nummer folgt ein weiterer Hit den wieder keiner kennt. Auch egal, es handelt sich um eine Ballade die sehr schön klingt und auch einen tollen Sound hat. Die Beiden verstehen ihr Geschäft und die Stimmung bleibt auf dem gehobenen Niveau. Aber jetzt – und den Hit kennt wirklich Jeder – geht es richtig nach vorne : Pop 1A mit „Way to your heart“ ein All-time Greatest Hit, der letztendlich auch den nachhaltigen Ruhm der Band begründet. Die Stimmung ist auf dem ersten Höhepunkt und jeder weiß was das heißt : —– Pause.
(Fortsetzung folgt)

12
Dez
07

Celebration – Ich zähl auf Euch

Heureka, die ersten 5.000 Hits sind geschafft. Es ist schon erfreulich wenn man etwas von sich gibt und es findet sich tatsächlich Jemand, den es zu interessieren scheint. Das ist nicht nur so, wenn man auf der Bühne steht und mit Applaus bedacht wird, dies ist aber auch sehr schön, wenn man solch eine kleine Seite am Leben hält. 

Seit Dezember letzten Jahre haben sich also einige User angefunden was im Durchschnitt ca. 14 Leute pro Tag bedeutet. Das ist nicht sehr viel gemessen an anderen Blogs, aber ich habe im wesentlichen auch keine normalen Quotenbringer verwendet (z.B. Sexgedöns in allen Einzelheiten in Wort, Bild und Ton) , wobei, ich sollte mir doch überlegen ob ich nicht Paris derer von Hilton und andere Spears mittels fotografischer Darstellung, evtl auch gern bewegt, einbauen sollte – Hmm, och nöö.  Das gibt es zur Genüge anderswo.

Ich bedanke mich jedenfalls bei den 8 mir namentlich bekannten Lesern und bei den übrigen die ich nicht kenne.

Interessant ist übrigens, das im September die Hits stiegen, just dann, als ich mich eigentlich wieder in meine Höhle zurückziehen wollte. Nun, jetzt bin ich wieder etwas unter Dampf und gebe wieder meinen Senf zu Themen die die Welt nicht braucht.

stat.jpg  




Nächster Gig

Mit General Daniels : ------------------ 23.Mai 09 / Braunlage ---------- 11.Juli 09 / Bornum Rock ----------- 21.August 09 / Harzgerode ------------ 03. Oktober 09 / MC Lahstedt ----------- 28.November 09 / Wir singen zum Advent ----------- =========================== Mit der Crazy Groove Big Band : ------------ 26.April 09 / Aula in Herzberg -------- 05.Juni 09 Osterode ---------- 14.August / Kloster Walkenried ------ 08.11 Herzberg Benefiz

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