Da haben wir den Salat, bzw. wie der Engländer sagt. There we have the cow-food. Sobene hat der organisierende Motoradclub in England festgestellt, das die Penunzen in der Vereinskasse für einen Gig von Zugereisten vom Kontinent nicht reicht. Jetzt ist es amtlich. General Daniels befindet sich schon auf dem Olymp der Gr0ßverdiener. Vielleicht liegt es aber auich nur am Kerrosinzuaschlag. Kurz: England ist Essig und Öl. Dabei hatte ich mich auf Fish und Fritz aus Zeitungspapier gefreut. Pechmarie. Mal sehen was sich noch so tut. Es bleibt Spannend.
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Give me 9 – RIP England Gig
Stille Nacht – von wegen
Bei dem nachfolgenden Foto handelt es sich nicht um eine Szene des Musicals „Beauty and the Beasts“ sondern um einen Schnappschuß von unserer numehr traditionellen Jahresabschluß-Party im Kornspeicher zu Kirchberg.
Schön war’s, voll war’s. Dank an Alle die mitgeholfen haben unser mittlerweile 4tes Adventssingen so erfolgreich durchzuführen. Und dazu gehören naturlich auch alle Gäste.
Das wir erstmalig auch eine 2te Band begrüßen durften, die den Saal ordentlich vorgeglüht haben, ist besonders erfreulich. Auch das diesmal die Tanzfläche bis zum letzten Ton um 3:00 Uhr so voll war ist eine neue Dimension für diese Feier. Das macht Lust auf das kommende Jahr. Rechts oben ist schon der nächste Termin für Advent 2009 eingetragen. Vielen Dank in diesem Zusammenhang auch an unseren Gastgeber, der uns immer wieder die Räumlichkeiten überlässt ohne die die Atmosphäre und der Abend niemals so wäre wie sie ist und sein soll: Kein Konzert, sondern eine Party mit ein bisschen Livemusik Weitere Impressionen folgen an dieser Stelle und auf unserer Homepage.
Down under – Drunter und Drüber
Hä ?? Wat’ ne komische Titelzeile. Musste aber sein. Ich bin nämlich noch immer nicht sicher ob der Ort unserer letzten Untaten nun Drunter oder Drüber war. Schön blöd wenn man den ganzen Tag Scherzchen über den Namen macht und hinterher selbst nicht mehr so recht weiß was nun stimmt.
Jedenfalls war es ein Lauf zur niedersächsischen Moto-Crossmeisterschaft, oder etwas ähnlich Wichtiges, und wir durften den Motorenlärm etwas rockiges Flair beimischen. Drunter oder Drüber ist ein Vorort von Einbeck und damit das erste mal Heimspiel für Ralf, jedenfalls solange wie ich in der Kapelle bin. Das Wetter spielte mit es war trocken und so stand nichts einer gepflegten Rocksause am späteren Abend im Wege.
Aber Achtung: Motorradfahrer sind nicht immer gleich Rocker ! Die Spezies mit denen wir es heuten zu tun hatten, waren Sportsmänner. Bereits als wir mit unserer Karawane anrückten war die Piste voll von Fahrern , die in halsbrecherischen Aktionen den Parcour bezwangen. Die Dinger hatten scheinbar Känguruh-Benzin getankt, anders ist das permanente Rumgehucke für mich nicht erklärbar. Die Leutchens waren mehr in der Luft als mit ihren Reifen auf der Erde. Aus den Lautsprecherboxen ertönte zum Renngeschehen AC/DC also war klar, die Musikrichtung stimmte. Nicht so die Bühne. Nachdem Alles verstaut war hatte ich in etwa soviel Platz wie eine Briefmarke auf einer Postkarte beansprucht. Das ist für mich die Hölle. Beim Set an einer Stelle kleben ? Na, das kann ja heiter werden. Nach unten ist der Weg zu lang, da komme ich ohne fremde Hilfe nicht wieder hoch, also was soll’s. Dann mache ich eben heute die Madame Tussauds Show: Hinstellen und nur nicht bewegen.
Die Sonne ging und der kalte Wind kam. War ja klar . Wir spielen draußen und wenn es nicht regnet, dann muss uns dieses Jahr wenigstens was anderes einen Strich durch die Rechnung machen. Gottseidank hatten wir das ganze Lichtgesindel aus dem Muckeraum mitgebracht und so wurde es, zumindest für uns, anheimelnd warm. Anders das Publikum. Dieses wäre schutzlos dem kalten Wind preisgegeben. Wäre, wenn es denn dann auch da gewesen wäre. Offensichtlich sind die vielen Sportsmänner bereits mit dem Sandmann in das Reich der Träume – sprich in ihre fahrbaren Wohnkatakomben abgewandert, da der nächste Tag ja sportlerische Höchstleistungen abfordern würde. So blieben wir dann halt in trauter Runde, abgesehen von einigen Wenigen, die aber offensichtlich Spaß an unserer Show hatten.
Da das Gelände für größeren Andrang angelegt war, verliefen sich die Tapferen zwar, aber das sollte weder uns noch den Zuhörern die Stimmung verderben. Wir sind schließlich da, weil uns Musik machen Spaß macht und das tuen und haben wir dann auch. Selbst schuld die armen Seelen, die unsere Musik nur ohne den optischen Genuß, den wir zweifelsfrei abgeben, in ihren zugegebenermaßen warmen Wohnburgen genießen können, denn laut sind wir – da kannst du aber einen drauf lassen. Da aber keine Beschwerde kam, auch nicht am nächsten Tag, gehen wir davon aus, das wir diesmal zu den anwesenden Zuschauern noch ein paar begeisterte passive Zuhörer auflisten können.
Fazit : Es hat Spaß gemacht. Ich habe erkannt, das Europaletten nur bedingt zur Erweiterung des Bühnenraumes taugt. Wir mussten erkennen, das digitale Mischpulte nur ein Set lang durchhalten und dann nichts mehr taugen. Und wir haben ein paar neue Freunde gewonnen, die offensichtlich auch Spaß daran haben uns bei nächster Gelegenheit bei einer Einbecker Rocksession zu buchen – Na wenn das nichts ist.
So, jetzt ist erst mal Gig Pause. Gösta ist als Mess(e)-Diener auf den Ausstellungen dieser Welt unterwegs. Lois’l ist wieder auf Survival-tour durch das wilde Kurdistan , Ralf und Rainer lümmeln sich auch irgendwie beschäftigt in der Ecke rum, und ich gehe ein bisschen swingen. In diesem Sinne livetechnisch bis zum Advendsgesinge am 29.11.
Was muss ich da lesen ?!? „… am Abend Tanz mit General Daniels.“ Wie ? Was ?.
Wir wurden engagiert über unsere MySpace Seite. Auch hat der freundliche Befürworter unserer Dienstleistung, der den Veranstalter auf unsere kleine Kombo aufmerksam gemacht hat, uns schon einige male live erfahren können, aber der Ausdruck „Tanz“ kann doch etwas zu Irritationen führen . Oder ?!? Aber vorweg. Wir hatten eine Einladung zum Gig in Harzgerode bei einer Jubiläumsveranstaltung. Kurz : Ost-Harz, Feuerwehrfest und Tanz. Und mitten drin die Generäle mit ihren heftigen Cover-Paket. Eins ist sicher. Wir sind in jedem Falle ordentlich gekleidet. Der Rest ist Hoffen und Bangen. Egal. Was uns nicht Tötet bring uns nur um und wir scheuen ja generell keine Herausforderung – aber komisch ist schon, gell?
Die freundlichen Veranstalter haben uns einen Transporter gesandt, in dem wir all unsere Scharteken verstauen können und so geht es dann um 15:00 gen Osten. Der Fahrer stimmt uns schon bei der Begrüßung auf den am heutigen Tag angesagten Dialekt ein und er scheint auch nicht sonderlich verschreckt ob der Ausmaße an Rock-Gedöns, was wir am Abend in klingende Phon umwandeln werden.
Nach einer guten Stunde Fahrt incl. wildem Serpentinen-Gewirr erreichten wir unser Ziel. Mitten durch die Menschenmenge die bei bestem Wetter zwischen den Futter- und Getränkebuden, Schießständen und Feuerwehrautos flanieren, bahnen wir uns unseren Weg. Bis hin zum Feuerwehr Zentral Haupthaus, das mit offenen Toren und einer großen Bühne bereit ist unser Kram aufzunehmen. Alles neu hier und optimal für eine tolle Sause. Aber immer noch im Hinterkopf „Tanz mit General Daniels“. Egal, weiter. Aus dem Nichts taucht eine Armada helfender Hände die in Null Komma Nichts den Transporter leer und die Feuer Zentrale voll macht.
Kaum ist das letzte Teil entladen, da ist auch schon der erste Meter Bier am Start. Geliefert von unserem direkten Betreuer, der auch den Rest des Tages kaum von unserer Seite weichen wird. Aufbau und Soundcheck laufen recht flüssig, wobei die ersten Töne unsererseits irritierte Blicke bei dem anwesenden, vornehmlich älteren Besuchern auslöst. Oh Oh.
Ab 21:00 ist Showtime geplant und so haben wir noch reichlich Zeit uns mit den Getränke und Essensmarken zu beschäftigen und zu hoffen, das bald noch etwas Zielgruppe eintreffen wird. Unser Betreuer entpuppt sich nicht nur als genereller Drahtzieher sondern auch als DJ des Abends. In diesem Zusammenhang beruhigt er etwas unsere Befürchtungen als er a) Rockiges auswählt und b) die Lautstärke schon früh nach oben pegelt.
Jetzt wird es ernst. Wir ziehen uns eine Etage höher zurück um die Klamotten zu wechseln. Mal sehen was passiert. Der Saal ist mittlerweile gut gefüllt. Da das Tor nach außen weiterhin gut geöffnet ist ist auch dort noch reichlich Platz, der so, wie wir sehen können, ebenfalls gut besucht ist. Intro „Rocking in a free world“ wie gehabt. Es beginnen einige Füße zu wippen. direkter Übergang zu „Eye of the Tiger“ und was ist das ?!? ohne große Aufforderung beginnen die Leute zu Tanzen – Also, das ist gemeint. Und ja tatsächlich auch zu unserer Mucke kann man, und will man sogar Tanzen. Es ist eine tolle Stimmung und die bleibt auch so. Ein eilig improvisiertes „We will Rock you“ lässt alle Dämme brechen und knie-rutschenderweise wird Jung und Alt im Publikum verrockt – und dies im besten Wortsinne. Sogar in unseren Pausen ist Dauerpower angesagt. Einige Mutige aus der Jugendfeuerwehr machen sich, bewaffnet mit aufblasbaren Gitarren, auf die Bühne und nutzen unserer Mikros um zur DJ-Mucke eine Playback Show abzuziehen, die ebenfalls von Publikum lauthals bejubelt wird. Soviel Mut muss belohnt werden. Am Ende unserer Show holen wir die Nachwuchsposer incl. grüner Blasgitarre zu „Rocking all over the World“ und „Smoke on the Water“ erneut auf die Bühne um eine Las Vegas reife Choreographie abzuliefern.
Fazit: Im Osten voll was Neues – hier tanzt nicht nur der Bär. Einige Stücke sind zu unserer Verwunderung die absoluten Bringer: „Walking by myself“ Alles von Queen. Andere sonstige Selbstläufer werden eher mit Fragezeichen quittiert : „Fox on the run“, „I want you to want me“. Das Bier ist äußerst lecker. Die „Platte“ als Unterkunft offensichtlich besser als ihr Ruf. Die Gastfreundschaft genau wie der Spaß am Feiern sprichwörtlich. Alles in Allem Eine runde Sache – Immer wieder gern.
Allerdings, uns bleibt dieses Jahr Pech mit dem Wetter beschieden. Das Wetter diesmal perfekt, aber wir spielen drinnen : Was ein Käse.
Teil 2 auf unserer Abenteuerfahrt 2008 „The Stages of the Harzvorland“ geht weiter. Heute ist ein zünftiges Biker-Treffen auf dem Plan. Der MC Lahstedt veranstaltet jedes Jahr ein mehrtägiges Event am Eixer See mit allem was dazugehört. In diesem Jahr zum Beispiel uns. Am Freitag geben wir einen zum Besten und danach wird die englische Band „The League of Mentalmen“ den Tag beschließen. Im Vorjahr waren wir bei den Herren Rockers schon einmal zu Gast bei einem etwas kleineren Event zwar, aber mit besten Erinnerungen daran, zumal die Stimmung und das Wetter einfach grandios und die Kulisse am See einzigartig war. Offensichtlich hatten wir damals eine geeignete Visitenkarte hinterlassen, so das man uns schon relativ früh für den heutigen Tag gebucht hatte. Aus irgendeinem Grunde haben wir wohl diese Jahr ein schlechtes Karma. Anders ist es nicht zu erklären, warum bei diesem erneuten Open Air Event es wieder einmal wie auf Stichwort begonnen hat zu regnen. Bei der Anfahrt in Tröpfchendosierung und bei Ankunft aus Eimern. Gut das die Kiemenbildung des vorhergehenden Kirchberg Open-Air’s noch nicht gänzlich verschwunden war, so das wir uns nicht allzu schwer taten mit dem feuchten Element. Mit einem freundlichen „Hier steht das Härke“ wurden wir begrüsst und dann ging es sogleich an das Eingemachte. Die erste Kiste war dann auch schnell Geschichte und wir konnten uns mit dem Aufbau beschäftigen.
Die Bühne bestand aus 2 LKW die nebeneinander aufgebaut mit den Ladeflächen die Bühne darstellten. Die Plane die oben zwischen den LKW als Art Regenschutz angebracht war stellte die Herren vom Ton im Verlauf des Nachmittages vor das eine oder andere Problem, da der Regen offensichtlich der Meinung war, der Physik folgend, auf dem Lkw und unter besagter Plane durch, direkt auf die Bühnenmitte ablaufen zu müssen. Nun nicht nur das allgegenwärtige Wasser machte den Beschallern ein bisschen Mühe. Auch die Verkabelung als solche ging den Kollegen nicht recht von der Hand. „Steck mal bitte die 3 auf die 12 dann kann ich die 17 benutzen – oder besser doch umgekehrt“ so oder ähnlich waren dann die Dialoge die zu hören waren, dessen Ton sich auch merklich verschärfte je mehr Kanäle offensichtlich ihre Arbeitkraft verweigerten.
Letztendlich fand dann doch noch jede Buchse ihren Stecker und der Soundcheck lief wie gewohnt. Nachdem diese Arbeit für uns getan war, fanden wir wieder Zeit uns mit den Veranstaltern zu unterhalten. Diese hatten in der Zwischenzeit die Befürchtung, das dass Wetter einen kleinen Strich durch die Rechnung machen würde. Dem war dann auch so. Das wirklich tolle Festival-Gelände war dann auch nicht gerade übervoll, als es langsam daran ging gegen 21:30 den Startschuß für unsere Show zu setzen. Wegen Wetter und gefühlter Kälte machten wir eine kleine Programm-Änderung. Die ursprünglich geplanten 2 Sets wurden zu einem langen Set, wir wollten die Kollegen der UK-Band ja auch nicht allzu lange im Regen stehen und auf den eigenen Gig warten lassen.
Umziehen und los. Mittlerweile haben wir eine derartige Routine, das uns unleidliche Umstände keine Stimmung mehr vergeigen können. Wir haben unseren Spaß und, das merken wir immer wieder, das hat seine Wirkung auf das Publikum – und offensichtlich auch auf den Regen. Erneut war Regenstille kurz vor unserem Auftritt und der hielt auch bis wir mit den Zugaben fertig waren. Kein Regen bedeutet, die Leute kommen vor die Bühne und dort sind sie unserem Rockinferno schutzlos ausgeliefert. Resultat: glückliche Gesichter, Tanzende und Mitsingende Leute die es nicht bereut haben bei dem Sauwetter vor die Tür gegangen zu sein.
Eine Besonderheit gilt es zu erwähnen. Die anwesenden Musiker aus England haben mich dazu bewogen noch undeutlicher als sonst zu singen. Immer in der Hoffnung das die nicht hören was ich bei manchen englischen Texten für ein Unsinn verzapfe, habe ich extra „authentisch“ geklungen. Der Erfolg: nach dem Gig der „Mentalmen“ – die sich im Übrigen auf hervorragende Punkige Versionen von Popsongs wie „It’s a shame“, „I don’t like mondays“ oder „Have you ever seen the rain“ (wie passend) spezialisiert haben, kamen mehrfach die Kollegen „Mentalmen“ zu uns und haben uns und unser Musik-paket zum Gegen-Gig nach England eingeladen. Mal sehen was draus wird.



